Bausparvertrag
Bausparvertrag = kein Sparvertrag!
Klartext: zur Neubaufinanzierung, zum Kauf, als Anschlußfinanzierung wirklich gut geeignet um Zinsrisiken für „Sicherheitsbewußte“ kurz- bis mittelfristig kalkulierbar zu machen. Sinnvolle Risikobegrenzung in den nicht mehr vorhersehbaren Zins-Zyklen. Mit Bausparen als separatem Darlehensbaustein die Risiken von anfänglich hohen Beleihungsausläufen für die Anschlussfinanzierung auszugleichen.
Aber, wir kennen auch das andere Gesicht! Wenn man sich ein wenig zurück erinnert, dann muss man feststellen, dass ein Bausparvertrag gerade bei jungen Leuten immer noch sehr beliebt ist. Frisch verliebt, die erste Beziehung, das erste Gehalt, der erste Bausparvertrag. Es wird mit Wohnungsbauprämie, das Geschenk vom Staat: mit bis zu 45 Euro pro Jahr gelockt. Und dennoch: Finger weg. Nach jüngsten Statistiken hat jeder Dritte einen Bausparvertrag.

Derzeit sind mehr als 33 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 65 Milliarden Euro abgeschlossen worden.
Vereinfachtes Rechenbeispiel: Es wurde ein Vertrag mit einer Bausparsumme von 100.000 € abgeschlossen. Zuerst spart der Bausparer sein Eigenkapital an, welches in der Regel bei 40% der Bausparsumme liegt, in unserem Beispiel 40.000 €.
Wie lang benötige ich nun um EUR 40.000 anzusparen?
Bei einer Durchschnittsfamilie beträgt die mtl. Belastung für eine Sparanlage etwa 150€. (mit vermögenswirksamen Leistungen, Wohnungsbauprämie und Förderung vom Staat kommen rund 500€ pro Jahr hinzu)
150€ x 12 Monate = 1800 € + 500 € = 2300 € pro Jahr
40.000 € / 2300 € ~ 17 Jahre
Man benötigt allein um sein Eigenkapital anzusparen 17 Jahre. Hier ist die Erstberatung unseres Erachtens schon fehlerhaft. Wer spart schon 17 Jahre an um sich seine Wunschimmobilie zu verwirklichen?
Nun warten wir auf die Zuteilung. Immer wieder hört man, dass Bausparer lange auf die Zuteilung ihres Darlehns warten müssen, wann wird endlich das Darlehen samt Guthaben ausbezahlt. Das Geld „ruht“ kann dann noch je nach Bausparkasse einige Monate ruhen. In unserem Beispiel nehmen wir 12 Monate an. Also keine Eile, langfristig planen. Nach ca. 18 Jahren glauben Sie Ihrem Traum eines Eigenheims ein Stückchen näher zu sein. Doch nun müssen Sie feststellen das die 100.000 € nicht mehr den Wert besitzt wie vor 20 Jahren und man für diesen Preis keine passende Immobilie kaufen kann. Die Inflation nimmt auch hier leider keine Rücksicht.
Auch ist bei fast allen Angeboten der Guthabenzins in der Ansparphase sehr niedrig und liegt meist nur bei 0,5 bis 1,0 Prozent.
Ein großer Irrtum mit zum Teil drastischen Folgen:
Viele Bausparer glauben, dass der niedrige Kreditzins eines späteren Bauspardarlehens gleichbedeutend sei mit einer niedrigen monatlichen Belastung. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall. Weil Bauspardarlehen zumeist innerhalb von acht bis 11 Jahren zurückgezahlt werden müssen, ist die Tilgung regelmäßig erheblich höher als bei einem normalen Hypothekendarlehen, bei dem die Rückzahlung auf rund 30 Jahre gestreckt werden kann.
In unseren Beispiel liegt die monatliche Rate für Zins- und Tilgung in der Regel bei 600 €.
Fazit: Bausparen ist legalisierte Kapitalvernichtung und als Sparvertrag ungeeignet. Hohe Bausparsummen mit niedrigen Sparleistungen – Finger weg!
Wenn jedoch eine kurz- bis mittelfristige Zuteilung für eine (Anschluss-) Finanzierung erzielt werden kann um damit zu finanzieren ist das absolut ok.
Darum gilt auch bei noch laufenden Verträgen zum Sparen:
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
Haben Sie Interesse? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir melden uns gerne bei Ihnen.
Ihr Team von ,,Darlehens- und Finanz Center AG''



